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    (26.05.2010)







    Mandatsträger aus dem Landkreis Roth zeigen Geschlossenheit beim Kampf um den Erhalt des Bundeswehrstandortes Roth
    Lesen Sie dazu den Artikel aus der Roth-Hilpoltsteiner-Volkszeitung vom 31.02.2011:

    Eckstein sieht ein „Ende der leisen Diplomatie“ erreicht Mandatsträger aus dem Landkreis zeigen Geschlossenheit beim Kampf um den Erhalt des Bundeswehrstandorts Roth

     Mandatsträger aus dem Landkreis Roth und darüber hinaus machen sich für den Erhalt des BundeswehrstandÂorts Roth stark. Landrat Herbert EckÂstein sieht in diesem Zusammenhang ein Ende der „leisen Diplomatie“, wie sie in früheren Diskussionen um die Otto-Lilienthal-Kaserne zu Erfolg geÂführt habe.

     ROTH — Eckstein hat den BundesÂwehrstandort Roth nicht abgeschrieÂben. „Von der Lage, vom baulichen Zustand und der Infrastruktur her gesehen, gehört die Otto-Lilienthal-Kaserne zu den Top-Standorten in Deutschland“. Bevor die SpekulatioÂnen hinsichtlich einer möglichen Standortauflösung weiter ins Kraut schießen, fordert er baldige Klarheit, was mit der Kaserne in Roth passiert, denn „wir diskutieren, sehr zum LeidÂwesen der Betroffenen, am offenen Herzen“.

     Bereits als die ersten Überlegungen im Raum standen, die Wehrpflicht abzuschaffen, setzten sich die militärischen Führungskräfte der RothÂer Kaserne sowie VertreÂter der StandortverwalÂtung mit Landrat HerÂbert Eckstein und BürÂgermeister Richard ErdÂmann zusammen. „Leise Diplomatie hat früher für den Standort Roth zu positiven EntwicklunÂgen geführt, jetzt wird es weitaus schwieriger“, weiß Eckstein spätestens seit das interne Papier des Heeres bekannt geworden ist (wir berichÂteten) und wirbt in der Standortfrage um absoÂlute Geschlossenheit aller hiesigen MandatsÂträger. „Es muss alsbald mit offenen Karten gespielt werden“, appelÂliert er in Richtung BunÂdÂesverteidigungsministeÂrium.

     Ã„hnlich formuliert die FDP-BundestagsabgeÂordnete Marina Schuster

     ihr Anliegen. „Mein Wunsch ist, dass VerteidiÂgungsminister zu GuttenÂberg möglichst früh die betroffenen Gemeinden informiert“, erklärte die Gredingerin im Gespräch mit unserer Zeitung und betonte, dass sich Mandatsträger aus der Region über Parteigrenzen hinweg für Roth stark machen würden. „Die UnterstütÂzung ist da und wird nach Berlin getraÂgen. Es gibt einen großen Rückhalt für den Standort Roth, weil wir auch wisÂsen, dass die Bürger dahinterstehen.“ Regelmäßige öffentliche Gelöbnisse in den unterschiedlichen Gemeinden des Landkreises sowie diverse PatenschafÂten seien Indiz dafür, dass die BundesÂwehr aus dem öffentlichen Leben des Landkreises nicht mehr wegzudenken sei.

     Die Aussetzung der Wehrpflicht würde nicht gleichbedeutend mit einem Verzicht auf Ausbildung sein, bricht sie eine Lanze auch für den AusÂbildungsstandort Roth. In Roth könnÂten künftig Soldaten für neue sicherÂheitspolitische Aufgaben geschult werÂden, sagt sie.

     Genauso sieht es Peter Hufe. Der 56-jährige ehemalige Berufsoffizier aus Hilpoltstein, der auch 14 Jahre der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag angehörte, könnte sich auch eine Verlagerung der Ausbildung vorÂstellen. Für ihn ist in der aktuellen DisÂkussion entscheidend, ob es künftig zwei Tiger-Standorte gibt. Eine AuflöÂsung des Standortes wäre für die Region nach den Worten Hufes eine Katastrophe.

     Top-Akzeptanz in Bevölkerung

     Obwohl er davor warnt, darauf zu setzen, dass sich der Franke zu GuttenÂberg besonders für Roth einsetzen würde, wie dies der SPD-BundestagsÂabgeordnete Martin Burkert tut, der an das „fränkische Herz“ des VerteidiÂgungsministers appellierte, ist er guter Dinge, dass der Kreisstadt die Bundeswehr erhalten bleibt. „Es spricht alles für große Standorte.“ Und Roth ist ein großer Standort, der zudem auf eine „Top-Akzeptanz in der Bevölkerung“ verweisen könne.

     Manfred Weiß, Ex-Justizminister in Bayern und Oberst der Reserve, betont, „eine Auflösung würde größte Probleme für die Region mit sich brinÂgen mit enormen Auswirkungen auf Wirtschaft und gesellschaftliches Leben. Im Moment gebe es zwar keiÂnerlei feste Planungen, denn zuerst müsse ein Gesamtkonzept für die neue Bundeswehr festgezurrt werden. Dreh- und Angelpunkt sei auch, wie sich der Haushaltsausschuss des BunÂdestages entscheidet, wenn es um die Anschaffung der Kampfhubschrauber Tiger geht. „Werden nur soviele Maschinen angeschafft, das es für ein Regiment reicht, dann wird es Roth schwer haben“. Wichtig sei, dass sämtÂliche politische Mandatsträger und die Bevölkerung im Landkreis deutÂlich machen, wie wichtig ihnen der Bundeswehrstandort Roth ist.

     Die Freien Wähler haben BundesÂverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, von Kasernenschließungen im Freistaat abzusehen. Vor dem Hintergrund jüngster Presseberichte, dass der neben München mit Abstand größte Bundeswehrstandort in Roth geschlosÂsen werden könnte, sagte der VorsitÂzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, die drohenden negativen Auswirkungen auf strukturschwache Gebiete müssten besonders berückÂsichtigt werden. Bei der Frage nach StandortschlieÂßungen müsse in erster Linie darauf geachtet werden, welchen Stellenwert der jeweilige Bundeswehrstandort als Wirtschaftsfaktor für die Region einÂnimmt. Viele strukturschwache RegioÂnen wären massiv betroffen, wenn die Arbeitsplätze bei der Bundeswehr wegfielen und die Kommunen sich noch mit dem Problem der NachnutÂzung der Liegenschaften auseinanderÂsetzen müssten. Aiwanger bezweifelte die SensibiliÂtät zu Guttenbergs in Bezug auf den Wirtschaftsfaktor Bundeswehr vor dem Hintergrund jüngster ÄußerunÂgen des Ministers, die Bundeswehr sei nicht in erster Linie dazu da, StrukturÂpolitik zu betreiben. dg/hr


    Breite Unterstützungsfront für den Standort Roth

    Lesen Sie dazu den Artikel in den Nürnberger Nachrichten vom 31.02.2011:

    Breite Unterstützungsfront für Standort Roth „Schließung wäre eine Katastrophe für die Region“ — Gibt es künftig zwei Standorte für Hubschrauber Tiger?Nach Bekanntwerden der Pläne einer möglichen Schließung der Otto-Lilienthal- Kaserne machen sich Mandatsträger aus der Region für den Erhalt des Standorts Roth stark. ROTH — Landrat Herbert Eckstein (SPD) hat den Bundeswehrstandort Roth nicht abgeschrieben. „Von der Lage, vom baulichen Zustand und der Infrastruktur her gesehen, gehört die Otto-Lilienthal-Kaserne zu den Top-Standorten in Deutschland.“ Bevor die Spekulationen weiter ins Kraut schießen, fordert er baldige Klarheit, was mit der Kaserne passiert. „Leise Diplomatie hat früher für den Standort Roth zu positiven Entwicklungen geführt, jetzt wird es weitaus schwieriger“, weiß Eckstein spätestens seit das interne Papier des Heeres bekanntgeworden ist (wir berichteten) und wirbt in der Standortfrage um absolute Geschlossenheit aller hiesigen Mandatsträger. Ähnlich formuliert die FDP-Bundestagsabgeordnete Marina Schuster ihr Anliegen. „Mein Wunsch ist, dass Verteidigungsminister zu Guttenberg möglichst früh die betroffenen Gemeinden informiert“, erklärte die Gredingerin. Regelmäßige öffentliche Gelöbnisse im Landkreis so wie diverse Patenschaften seien Indiz dafür, dass die Bundeswehr aus dem öffentlichen Leben der Region nicht mehr wegzudenken sei. Die Aussetzung der Wehrpflicht würde nicht gleichbedeutend mit einem Verzicht auf Ausbildung sein, bricht sie eine Lanze auch für den Ausbildungsstandort Roth. In Roth könnten künftig Soldaten für neue sicherheitspolitische Aufgaben geschult werden, sagt sie. Genauso sieht es Peter Hufe. Der 56-jährige ehemalige Berufsoffizier aus Hilpoltstein, der auch 14 Jahre der SPD-Fraktion im bayerischen Landtag angehörte, könnte sich auch eine Verlagerung der Ausbildung vorstellen. Für ihn ist in der aktuellen Diskussion entscheidend, ob es künftig zwei Standorte für den Tiger-Kampfhubschrauber gibt. Eine Auflösung des Standortes wäre für die Region „eine Katastrophe“. Auch Manfred Weiß, Ex-Justizminister in Bayern und Oberst der Reserve, sieht die Anschaffung des Tiger als zentrale Frage. „Werden nur so viele Maschinen angeschafft, dass es für ein Regiment reicht, dann wird es Roth schwer haben.“ Die Partei für Franken warnt ebenfalls vor einer Schließung: Nach dem geplanten Stimmkreisverlust für Oberfranken und den Empfehlungen des Zukunftsrates, die wirtschaftliche Förderung des ländlichen Raumes einzustellen, sei dies bereits die dritte Hiobsbotschaft für die Region binnen einer Woche. dg/hr



     

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