Rothsee

FDP wählt neue Kreisvorstandschaft

07. März 2019

Turnusgemäß haben die Liberalen im Landkreis Roth ihre Vorstandschaft neu gewählt.

FDP-Kreisverband Roth: Mischung aus jungen und erfahrenen Mitgliedern führt den Verband – Jahresmitgliederversammlung stellt die Weichen für Wahljahre 2019 und 2020

 

Bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Donnerstag (7.03.19) in Greding haben die Liberalen im Kreis turnusgemäß den Vorstand neu gewählt. Die mittelfränkische Bundestagsabgeordnete, Katja Hessel, leitete die Veranstaltung souverän. Neue und bisherige Kreisvorsitzende bleibt die Gredinger Kreisrätin Marina Schuster (43), die einstimmig wieder gewählt wurde. Zu ihren Stellvertretern bestimmten die Mitglieder -wie bisher- die Rother Stadträtin Dr. Walburga Kumar (79) und Kreisrat und Bauunternehmer Max Netter (69) aus Obermässing. Neu in den Vorstand rückte der Wendelsteiner Projektleiter Stefan Stromberger (30) auf. Er war der Landtagskandidat und führt nun auch den Wendelsteiner Ortsverband. Neue Schatzmeisterin wurde die geprüfte Bilanzbuchhalterin Christine Wießmeier (36) aus Laffenau, nachdem der Berufssoldat und Diplom-Kaufmann Oliver Toberer-Bartels(40) nicht mehr kandidierte. Zum Schriftführer bestimmten die Liberalen denGredinger Stadt- und Kreisrat Gert Sorgatz (68). Komplettiert wird dasVorstandsteam aus den Beisitzern Frank Rupprecht aus Hilpoltstein und HaraldMutzke aus Nürnberg.

Vor Eintritt in die Tagesordnung legten die Liberalen eine Schweigeminute für dasverstorbene Mitglied Gerda Ulmer aus Wendelstein ein, die viele Jahrzehnte mit ihrerherzensguten Art den Kreisverband stützte.

Auf den Landes- und Bezirksparteitagen der FDP haben je drei Mitglieder die Aufgabe, den Kreisverband Roth zu vertreten. Dies sind Marina Schuster, Stefan Stromberger und Frank Rupprecht für den Landesparteitag und die Delegierten Gert Sorgatz, Christine Wießmeier und Marina Schuster für den Bezirksparteitag.

Kassenprüfer wurden Brunhild Welling und Udo Mahn. Bei allen Wahlgängen zeigte sich eine große Einigkeit: alle wurde einstimmig oder mit deutlichen Mehrheit gewählt. Das führte bei den Delegiertenwahlen auch zu Losentscheidungen, da hier laut Satzung eine klare Reihung vorliegen muss.

In ihrem Rechenschaftsbericht machte die Kreisvorsitzende Marina Schuster deutlich, dass es zwei erfolgreiche Jahre für die Liberalen waren: „Die Rückkehr in den Bundestag, in den bayerischen Landtag, die Wieder-Gründung des Ortsverbands Wendelsteins und die Aufnahme von Neumitgliedern – alles gute Nachrichten.“ Besonders freute sie sich, dass der Rother Bezirkstagskandidat Daniel Zimmermann mittelfrankenweit gleich bei seiner ersten Kandidatur das zweitbeste Zweitstimmenergebnis erreichte. Auch Stefan Stromberger konnte das Landtagswahlergebnis bei den Erststimmen um 1,67 Prozent im Vergleich zu 2013 steigern. Anpacken wolle man auch wieder bei den Kommunalwahlen. „Wir werden gezielt Nicht-Mitglieder ansprechen, die als Parteifreie mit auf den FDP-Listen kandidieren“, so Max Netter. Dazu werde man im Mai drei Kennenlern-Treffen stattfinden, wo sich Interessenten und Interessentinnen informieren können.

„Wir starten zuversichtlich in die kommenden Wahlkämpfe“, so Stromberger. Veranstaltungen zur Europawahl sind genauso geplant wie eine Veranstaltung mitden Jungen Liberalen Mittelfranken.

Neben Berichten aus der Kreistags- und Stadtratsarbeit stand auch die inhaltlicheDiskussion auf der Tagesordnung. Katja Hessel kritisierte die Pläne von SPDArbeitsminister Hubertus Heil zur Grundrente ohne Bedürfnisprüfung. „Da brauchen wir bessere Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut“, so Hessel. Sie schaffe neue Ungerechtigkeiten. „Denn nach Heils Konzept bekommt ein Arbeitnehmer, der 34 Jahre Rentenbeiträge bezahlt habe, künftig erheblich weniger Rente als jemand,der geringfügig länger, aber in Summe weniger eingezahlt habe. Das ist respektlosgegenüber der Lebensleistung dieser Menschen“, so Hessel. Sie plädierte auch im

Sinne der Generationengerechtigkeit für das liberale Modell: flexibler Renteneintritt, Abschaffung der Hinzuverdienstgrenzen und das liberale Bürgergeld.

Kreisrat Max Netter führte aus, dass die Investitionen des Bundes in den Digitalpaktzu spät kämen. „Wir haben als Landkreis früh die Weichen im Bereich des Schul-und Bildungswesen gestellt.“ „Das Hin- und Her der bayerischen Staatsregierung –insbesondere der CSU – zum Digitalpakt war schon ein besonderes Schauspiel“, so

Hessel weiter, „im Bundestag dafür, im Bundesrat dann plötzlich dagegen“. „Aber das kannten wir so ähnlich leider auch beim Hin und Her von G9 zu G8 und zurück“,erinnerte Netter. Und Stefan Stromberger aus Wendelstein pflichtete bei: „Unsere Kinder und Jugendlichen haben nicht verdient, dass ständig neue Experimente ausprobiert werden.“ Die Rother Stadträtin Dr. Walburga Kumar betonte die Wichtigkeit der entsprechenden Lehrkonzepte und der Medienpädagogik. „Mit dem Digitalpakt alleine ist es nicht getan. Es muss überall heißen: weltbeste Bildung.“

 

Auf dem Foto von links nach rechts:

Stefan Stromberger (3. Stv. Vorsitzender), Katja Hessel MdB, Christine Wießmeier

(Schatzmeisterin), Max Netter (2. Stv. Vorsitzender), Dr. Walburga Kumar (1. Stv.

Vorsitzende), Harald Mutzke (Beisitzer), Marina Schuster (Kreisvorsitzende), Frank

Rupprecht (Beisitzer), Gert Sorgatz (Schriftführer).

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